Die Regeln
>>Hier gibt es die Regeländerungen, die seit Oktober
2010 gültig sind<<
>>Regeländerungen 2010<<
Eisstockschießen ist eine
Sportart mit viel
Tradition und ein Sport, der mit einem zum Gleiten
gebrachten Eisstock auf Eis oder anderen Bahnen, wie Asphalt oder
Kunststoff, betrieben wird. Der Eisstock besteht aus einem
Metall-Stockkörper, verschiedenen Laufsohlen und dem Stiel. Das
Sportgerät hat ein zulässiges Gewicht von 4,80 kg bis 5,70 kg.
Der Eisstock unterscheidet sich vom Curling-Stein. Das verwandte Curling
wird mit Steinen aus schottischem Granit von ca. 18 kg Gewicht gespielt.
Curling ist eine andere Eissportart. Auf Eis sind die Laufsohlen - auch
Platte genannt - beim Eisstockschießen aus Gummi und auf Asphalt aus
Kunststoff. Je weicher die Mischung der Platte, desto langsamer läuft der
Eisstock. Je nach Aufgabenstellung wird der Eisschütze eine langsame Platte
(zum Daubenmaß setzen) oder eine schnelle Platte auf den Eisstock aufziehen
(zum Abschießen eines Gegnerstockes).
Zur Ausrüstung eines
Eisstockschützen gehören vor allem feste Winterschuhe mit einer rutschfesten
Gummisohle oder stabile Turnschuhe (für Asphalt).
Für die optimale Handhabung sind wichtig:
-
ein fester und sicherer
Stand zum Abstoßen auf dem sogenannten Standeisen (wird in das Eis
eingelassen),
-
ein harmonisches Schwingen
mit der Arm- und Wurfhand,
-
bei der Abgabe des Schusses
das Abdrücken mit dem Standbein und der gleichzeitige Ausfallschritt
mit dem vorgestellten Bein.
Im Gegensatz zum Kegeln oder
Bowling - auch verwandte Sportarten - gibt es keinen Anlauf und auch
keinen Auslauf.
Es gibt das Eisstockspiel als Mannschaftswettkampf und das Zielschießen
als Einzelwettbewerb.
Beim Mannschaftswettkampf ist das Eisstockspiel ein Wettspiel von
jeweils zwei Mannschaften gegeneinander, bei dem es um die Beststellung
(kürzeste Entfernung) der Stöcke der eigenen Mannschaften zum Ziel -
Daube genannt - geht.
Das Ziel, die Daube - ein kreisrunder Hartgummi-Puck mit 12 cm
Durchmesser - ist ein im Zielfeld beweglicher Zielgegenstand. Das
Zielfeld misst 3 mal 6 Meter und ist ca. 25 Meter vom Abschusspunkt des
Spielers entfernt.
Wird die Daube aus dem Zielfeld geschossen, so wird sie wieder auf das
Mittelkreuz des Zielfeldes gelegt, auf dem sie zu Beginn des Spiels und
jeder Kehre dieses Spiels zu liegen hat. Eine Kehre ist ein
Teilabschnitt des Spiels.
Das Bestreben, mit dem eigenen Stock möglichst nahe an die Daube zu
kommen, kann erreicht werden, indem der Schütze versucht, seinen Stock
näher zur Daube zu spielen als der Gegner oder den gegnerischen Stock
wegzuschießen oder die Lage der Daube mit dem gespielten Stock durch
Bewegen im Zielfeld günstig (für die eigene Mannschaft) zu verändern.
Eine Mannschaft besteht aus 4 Spielern, von denen jeder pro Kehre einen
Schuss mit seinem Eisstock von der Abschuss-Stelle ohne Anlauf in das
Zielfeld abgeben muss.
Ein Spiel hat 6 Kehren (Teilabschnitte), die jeweils dann beendet sind,
wenn beide Mannschaften in einer Schussrichtung alle Stöcke gespielt
haben und das Ergebnis von den Spielführern festgestellt ist.
Eine Mannschaft schießt die 1. Kehre an, dann die 3. und 5., während die
gegnerische Mannschaft die 2., 4. und 6. Kehre anschießt. Hat ein Stock
der anschießenden Mannschaft das Zielfeld erreicht und bleibt in diesem
stehen, dann wird von der gegnerischen nachgeschossen. In der Folge muss
dann eine Mannschaft solange nachschießen, bis die Best-Stellung eines
ihrer Stöcke zur Daube erreicht ist. Gleiche Entfernung gegnerischer
Stöcke zur Daube ergibt noch keine Best-Stellung und gilt bei Kehrenende
als unentschieden. Wenn ein Spieler so schießt, dass alle Stöcke das
Spielfeld verlassen, muss ein Spieler seiner Mannschaft nachschießen.
Jede Mannschaft muss bemüht sein, zumindest einen eigenen Stock am
nächsten an der Zielscheibe zu platzieren. Für ein besseres Ergebnis ist
es aber nötig, dass nach Beendigung der Kehre zwei, drei oder gar alle
vier Stöcke der eigenen Mannschaft näher zur Daube stehen als der
best-stehende Stock des Gegners. Nur dann werden sie mit Punkten
bewertet.
Zur Wertung zählt der der Daube nächststehende Stock 3 Punkte.
Jeder weitere Stock der gleichen Mannschaft, der ebenfalls näher zur
Daube steht als der best-stehende Stock des Gegners, erhält 2 weitere
Punkte. I
Insgesamt sind also von einer Mannschaft pro Kehre maximal 3 + 2 + 2 + 2
= 9 Punkte zu erzielen.
Der oder die Stöcke des Gegners erhalten in dieser Kehre keine Punkte.
Bei gleicher Entfernung gegnerischer Stöcke zur Daube werden für diese
Stöcke keine Punkte vergeben.
Der Spielsieger ist diejenige Mannschaft,
die in den 6 Kehren die höhere Stockpunktsumme erreicht. Bei gleicher
Stockpunktsumme für beide Mannschaften endet das Spiel unentschieden.
Das Zielschießen ist ein Einzelwettbewerb, bei dem der Spieler
mit 24 konzentriert abgegebenen Schüssen in das Zielfeld bestimmte
Aufgaben mit seinem Stock zu erfüllen hat.
Der Spieler steht dabei auf der Abschussstelle, die 25 Meter von
der
Zielfeldmitte entfernt ist. 6mal muss der Spieler seinen Stock in
Zielringe schießen, die um die Zielfeldmitte aufgezeichnet sind. Der
Stock des Spielers soll möglichst im Zentrum der Zielringe stehen
bleiben. 4 Schüsse werden auf Zielstöcke abgegeben, die in verschiedenen
Positionen im Zielfeld stehen und aus diesem hinausgeschossen werden
müssen, wobei der Stock des Spielers im Zielfeld verbleiben soll.
Mit 2 Schüssen müssen 4 Zielstöcke aus ihren Positionen weggeschossen
werden. 6mal muss der Stock des Spielers in die hinteren Ecken des
Zielfeldes in Zielringe platziert werden und 6mal muss der Spieler mit
Kombinations- und Stockschüssen bestimmte Aufgaben im Zielfeld erfüllen.
Die einzelnen Schüsse werden je nach Aufgabe mit unterschiedlicher
Anzahl von Punkten bewertet. Maximal sind 200 Punkte zu erreichen. Viel
Gefühl, genaues Anvisieren und präzises Spiel sind zur Erfüllung dieser
Aufgaben erforderlich.