FÉDÉRATION CYNOLOGIQUE INTERNATIONALE

SECRÉTARIAT GÉNÉRAL: 13, Place Albert 1 - B 6530 THUIN (Belg.)
FCI - Standard Nr.252/ 22.07.1997/D

TATRA SCHÄFERHUND

(Polski Owczarek Podhalanski)


ÜBERSETZUNG: Von Dr. Paschoud überarbeitet.

URSPRUNG: Polen.

DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINALSTANDARDES: 08.06.1988

VERWENDUNG: Hirtenhund und Wachhund. Sein stattliches Auftreten und sein schönes Aussehen machen ihn zu einem guten Begleithund.

KLASSIFIKATION FCI:  Gruppe 1 Hütehunde und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde).
                                Sektion 1 Schäferhunde. Ohne Arbeitsprüfung.

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD: Sein kompakter und starker Körperbau lassen auf große Kraft und Beweglichkeit schließen.

WICHTIGE PROPORTIONEN: Format rechteckig. Die Rumpflänge der Rüden ist etwas kürzer als die der Hündinnen.

VERHALTEN/CHARAKTER (WESEN): Von ruhiger Wesensart, gelehrig und wachsam.

KOPF: Der Kopf ist trocken und in gutem Verhältnis zur Körpergröße; sowohl in der Bewegung als auch im Stand wird er mittelhoch getragen.
OBERKOPF:
Schädel: Von der Seite gesehen ist der Schädel leicht konvex; die Stirnfurche ist wenig ausgeprägt.
Stop: Deutlich ausgeprägt, aber ohne scharfen Absatz.
GESICHTSSCHÄDEL:
Nasenschwamm: Von schwarzer Farbe, von mittlerer Größe, mit gut geöffneten Nasenlöchern.
Fang: Stark, sich allmählich verjüngend; er ist etwas länger oder gleich lang wie der Schädel. Der Nasenrücken ist breit.
Lefzen: Gut anliegende, straffe Lippen sind erwünscht; der Lippensaum ist von dunkler Farbe.
Zähne: Stark, regelmäßig eingesetzt; Scherengebiss, Zangengebiss zulässig.
Augen: Mittelgroß, etwas schräg gestellt, ausdrucksvoll; Iris dunkelbraun; Lidränder von dunkler Farbe.
Ohren: Auf Höhe des äußeren Augenwinkels oder etwas höher angesetzt, mittellang, ziemlich dick, dreieckig, dicht behaart; der Vorderrand des Ohres berührt den Kopf; Ohrmuschel beweglich.

HALS:
Mittellang, bemuskelt, ohne Wamme. Reichliche Halskrause. Die Nackenlinie erhebt sich über der Rückenlinie.

KÖRPER:
Lang und massiv.
Widerrist: Ausdrücklich betont, breit.
Rücken: Gerade, breit.
Lenden: Breit, gut angesetzt.
Kruppe: Leicht schräg abfallend.
Brust: Tief.
Rippen: Schräg gestellt, etwas flach.
Bauch: Sehr wenig aufgezogen.

RUTE:
Nicht zu hoch angesetzt, unterhalb der Rückenlinie getragen; in Erregung über der Rückenlinie erhoben, jedoch nicht aufgebogen; nach unten hängend reicht sie bis zum Sprunggelenk; sie kann am Ende eine leichte Biegung aufweisen.

GLIEDMASSEN:
VORDERHAND:
Vorderläufe gut bemuskelt, mit starkem, nicht zu schwerem Knochengerüst ; von vorne gesehen gerade und senkrecht.
Schulterblatt: Leicht schräg gestellt, gut am Körper anliegend.
Vordermittelfuß: Etwas schräg nach vorne gerichtet.
Pfoten: Die dicht aneinanderliegenden Zehen bilden ovale, faustähnliche, ziemlich große Pfoten. Die Zehenzwischenräume sind behaart. Die Ballen sind stark, derb und dunkel pigmentiert. Krallen stark, stumpf, von dunkler Farbe.
HINTERHAND:
Hinterläufe von hinten betrachtet senkrecht; von der Seite gesehen etwas nach rückwärts gestellt, mäßig gewinkelt.
Hintermittelfuß: Senkrecht.
Pfoten: Wie die Vorderpfoten.

HAARKLEID
HAAR: An Kopf und Fang, an der Vorderseite der Vorderläufe und an den Hinterläufen vom Sprunggelenk nach unten ist das Haar kurz und dicht. An Hals und Rumpf ist das Haar lang, dicht, gerade oder leicht gewellt, zum Anfassen hart. Unterwolle reichlich. Am Hals eine ausgiebig entwickelte Krause; Oberschenkel mit reichlichem langem Haar; das lange Haar an der Rute bildet eine Fahne.
FARBE: Einheitlich weiß; kleine crèmefarbige Flecken sind unerwünscht.

GRÖSSE:
Widerristhöhe für Rüden: 65-70 cm,
                   für Hündinnen : 60-65 cm.

FEHLER:
Jede Abweichung von den vorstehenden Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte. Stark ausgeprägte Stirnfurche.
  • Nasenschwamm, Lefzenrand und Lidränder ungenügend pigmentiert.
  • Helles Auge (sog. Bärenauge).
  • Entropium.
  • Ohren hoch angesetzt, nach hinten gerichtet oder kupiert.
  • Hals waagrecht getragen.
  • Überbaute Hinterhand.
  • Rute ständig über der Rückenlinie getragen.
  • Afterkrallen.
  • Haar in den Zwischenzehenräumen fehlend.
  • Halskrause und Fransen an den Gliedmassen ungenügend ausgebildet.
AUSSCHLIESSENDE FEHLER:
  • Schwach betonter Stirnabsatz.
  • Spitzer Fang.
  • Mehrere fehlende Zähne.
  • Vorbiss und Rückbiss.
  • Ektropium.
  • Haarkleid kraushaarig oder seidig.
  • Fehlende Unterwolle.
  • Geflecktes Haarkleid.
  • Nervosität.
  • Hund scheu oder ausgesprochen aggressiv.
N.B. : Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, welche sich vollständig im Hodensack befinden.