
In mir brennt eine lodernde Neugier, der immer wieder Dinge zu nahe kommen und hoffnungslos in Flammen aufgehen. Meine Muttersprache ist eine Form von Deutsch. Zumindest behaupten das einheimische Sprachwissenschaftler. Ich habe daher nur eine magere Entschuldigung für Formulierungen auf der deutsche Version meiner Seite, die Anstoß erregen, betroffen machen oder Unmut erregen. Ich kann aber gut damit leben. Als Reaktion auf einen Kommentar zu meiner Seite habe ich mich nun doch durchgerungen, eine deutschsprachige Version zu erstellen. Ihr habt es so gewollt ;-)
Neben meiner täglichen Arbeit die zwar meist Spaß macht aber auch nicht alles sein kann, gehe ich noch einigen anderen Beschäftigungen nach:
Die
Geschichte meiner Klettervergangenheit beginnt ungefähr mit dem aufrechten Gang,
vielleicht auch davor. Damals meist ohne Ausrüstung, nur ein bockiges Hanfseil
und viel Glück, dass nichts passiert ist. Heute klettere ich mit zeitgemäßer
Ausrüstung und deutlich mehr Risikobewusstsein. Seit einigen Jahren bin ich
Mitglied des Ausbildungsteams im Österreichischer
Touristenklub. Obwohl der Verein eine Ansammlung von verschrobenen Chaoten
ist (oder gerade deswegen) und nach der Meinung mancher Jugendlicher entkalkt
gehört, macht mir die Arbeit Spaß. Zumindest kann ich so zur Entkalkung
beitragen. Ich führe hauptsächlich Teilnehmer des Alpinkletterkurses, bin aber
auch manchmal bei Wochenendkursen oder in der Kletterhalle dabei. Meine liebsten
Klettergebiete sind auf der Hohen Wand und im Höllental, beides von Wien aus
innerhalb von 100km erreichbar.
Viele Menschen verbringen ihre Freizeit in den Bergen und nutzen dabei die dort vorhandene Infrastruktur wie Wanderwege, Seilsicherungen, Geländer, Leitern, Klettersteige oder Kletterrouten. Diese wachsen aber bekanntlich nicht selbständig aus dem Fels sondern werden von ehrenamtlichen MitarbeiterInnen alpiner Vereine in mühsamer Arbeit errichtet, gepflegt und saniert. Im Rahmen des Wegereferates des ÖTK habe ich mit einer Gruppe von Freunden einige dieser Steige renoviert. Im Jahr 2000 bis 2001 beschäftigte uns der Wachthüttelkamm-Weg fast jedes Wochenende (zumindest die mit Schlechtwetter) bis endlich alle Leitern, Stiegen und Geländer, Seilsicherungen und auch der Weg selbst wieder nach heutigen Sicherheitskriterien begehbar war. Nach dem der erste Winter über die Arbeiten hinweggefegt war hatten wir bereits wieder kleinere Reparaturen durchzuführen. 2001 stand der Wagnersteig und der Teufelsbadstubensteig auf dem Programm. Trotz Materialtransport mit dem Hubschrauber (2100kg Material und Werkzeug!) war es eine anstrengende aber befriedigende Zeit in der freien Natur. Nach langem Warten hatten wir 2002 endlich passendes Wetter für den Neubau des letzten Wegabschnittes aufs Matrashaus (Hochkönig, knapp 3000m). Das kurze Schönwetterfenster reichte gerade zur Fertigstellung unserer Arbeiten. Die letzten Handgriffe erfolgten aber bereits in Hagelschauer und von Blitzen umzuckt. Die Restaurierung des Geißlochsteiges im Jahr 2004 begann mit Warten auf besseres Wetter. Der Transporthubschrauber kam bei tief hängenden Wolken an und musste wegen des schlechten Wetters einige Stunden pausieren. Dann ging alles ganz schnell. Trotz noch teilweiser Windböen entschloss sich der Pilot zum Einsatz und wenig später hatten wir die beiden Säcke mit Werkzeug und Material in der Nähe des geplanten Einsatzortes. Wegen anhaltender Windböen konnte der Hubschrauber aber am Berg nicht landen und so mussten wir (wie in einem Krimi) zuerst von der Kufe abspringen und nach der Versorgung des Materials wirder auf den schwebenden Hubschrauber aufspringen.
Klettern ist für mich wie Tanzen, nur senkrecht. Den Berg von unten nach oben wirklich be-greifen. Wenn ich den Fels unter mir spüre ist das für mich wie eine Meditation.
*
Ich habe meinen
Führerschein nicht in der Lotterie gewonnen, auch wenn ich manchmal so fahre.
Ich habe ihn mit 32 Jahren geschenkt bekommen, das ist etwas später als der
hiesige Durchschnitt. Nach anfänglichem Kampf gegen das Motorrad habe ich dann
doch meine Liebe zu dieser Form der Fortbewegung gefunden. Seither habe ich ca.
2500km mit dem Auto aber schon mehr als 100000km mit dem Motorrad zurückgelegt.
Zum Saisonbeginn bereite ich mich gerne mit einem Fahrsicherheitstraining beim ÖAMTC auf die Herausforderungen und Gefahren vor, mit denen man als Motorradfahrer im täglichen Verkehr konfrontiert ist. Das hat mir schon in einigen schwierigen Situationen geholfen und Verletzungen oder Schlimmeres erspart. Das Foto zeigt mich beim Slalom, einer Vorübung zum gezielten schnellen Ausweichen.
Am Anfang meiner Karriere als Motorradfahrer stand eine geliehene Kawasaki Z-400J eine guten Freundes. Ich wundere mich noch immer über das Vertrauen, mir als Führerschein-Neuling das Motorrad zu überlassen. Ich habe es etwas bewegt (so knapp 10000km) und dann ein eigenes gebrauchtes Motorrad, eine Kawasaki Z-500, Baujahr 1982, erworben. Nach zwei Jahren heftiger Benutzung war allerdings die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet und ich entschloss mich zum Kauf eines neuen Motorrades. Die Kawasaki ER-5 ist ihr Geld wert und hat mich in den vergangenen Jahren treu begleitet. Echt kurvengeil, handlich und trotz 500ccm viel Spaß für vergleichsweise wenig Geld. Bei einer Reise über die Alpenpässe der Schweiz im Jahr 2003 habe ich damit die 50000km-Marke überschritten.
*) Motorradfahrer haben einen schlechten Ruf. Lumpige, ölige Lederbekleidung, keinen Stil und schon gar keine Sitten. Deshalb habe ich mir für besondere Anlässe (dort wo ein schwarzer Anzug alleine nicht genug ist) ein Mascherl aus weißem Leder anfertigen lassen.
Das GPS zeigt auf meinem Balkon die Position N48º 12.950' E16º 19.934' (WGS84) an. Wenn es sich aber vermeiden lässt zu Hause zu sein, bin ich auf Reisen. Ich begebe mich gerne in fremde Länder und mische mich unter sonderbare Menschen. Da falle ich nicht so auf :-) Ich bin lange Zeit nur mit sehr leichtem Gepäck unterwegs gewesen. Es existieren daher von vielen Reisen keine Fotos. Nur Erzählungen und Skizzen. Seit ich mit der Unterwasserfotografie meine frühere Leidenschaft für die Fotografie wieder aufleben ließ, mache ich auch auf anderen Reisen Fotos. Hier auf dieser Seite stelle ich jedoch wegen Platzmangels vorerst nur UW-Bilder aus. Außerdem gibt's schon so viele Bilder im Web, da kann ich meine ruhig weglassen.
Schmale abgelegene Straßen in und um Österreich (Tschechien, Deutschland südosten, vieles in Österreich) mit dem Motorrad im August 2001.
Zwei Wochen Tauchkreuzfahrt im Sudan. Dieses Mal wieder Bilder! (Oktober 2002)
*
Es begann
mit einer ausgewachsenen Wasserscheu. Nach Zeugenaussagen habe ich sogar unter
der Dusche einen verkrampften Eindruck gemacht. Das war nicht immer so und
deshalb entschloss ich mich einen PADI Open
Water Diver Kurs zu besuchen. Ich genieße es seit dieser Zeit, dass mir das
Wasser nicht nur bis zum Hals steht. Einige meiner Projekte haben deshalb auch
mit dem Tauchen zu tun. In der Zwischenzeit habe ich einige Tauchgänge
absolviert (und auch den Advanced Open Water Diver). Zuerst war ich
hauptsächlich in österreichischen Seen und dem Mittelmeer tauchen. Ein Freund
drückte mir die Nikonos III seines Vaters in die Hand und meinte, ich würde
damit sicher viel Spaß haben. Das war der Startschuss für das Aufleben einer
alten Liebe und ich begann nach fast 20 Jahren Abstinenz wieder mit dem
Fotografieren. Nach den ersten Erfahrungen mit der Nikonos III folgte der
Entschluss zum Umstieg auf digitale Fotografie.
Die Fortschritte der digitalen Fotografie haben auch mich erfasst und mir
meine erste digitale Spiegelreflexkamera, eine Olympus
E20 beschert. Der Weg zum passenden Unterwassergehäuse war dornenreich und
führte mich schliesslich zu bruder
uw-technik, der mir einen Prototyp bastelte. Seit diesem Ereignis habe ich
beim Tauchen noch mehr Spaß und einige Bilder im Netz.
Mit zunehmender Erfahrung habe ich mich aber 2004 entschlossen, der doch sehr rustikalen (und auch nicht immer flotten) Arbeitsweise von bruder eine solide Verarbeitung und gediegene Konstruktion aus CNC gefrästem Aluminium vorzuziehen. Die Kleinteile und das Zubehör (Ports, Blitzarm etc.) des neuen Gehäuses stammen von UK-Germany.
Meine derzeitigen UW-Foto-Projekte beinhalten ein UW-Gehäuse für die Olympus E-1. Es soll für die von mir verwendeten Objektive exakt gerechnete Ports erhalten. Ich plane auch einen Sucher, der den Einblick mit Maske erleichtern soll. Durch Experimente mit unterschiedlichen Lichtquellen (Halogenlicht, Tageslichtbirnen, HID Scheinwerfer und Blitzlicht) versuche ich, die optimale Beleuchtung für meine Kamera zu finden. Ich habe mir als Konsequenz meiner Versuche einem Blitz von Hartenberger (den 250TTL) gekauft.
Mein gelbes Neoprenmascherl wurde am 26. Juni 2001 in Vodice, Kroatien gestohlen, während ich mich auf einen Tauchgang vorbereitet habe. Ich habe aber mittlerweilen ein neues Mascherl anfertigen lassen.
*) Ein Fracktauchgang ohne Mascherl ist undenkbar. Ich trage es bei besonderen Tauchgängen und natürlich bei Wrack- und Nachttauchgängen. Um das auch tragen zu dürfen braucht man das sehr seltene "Lifestyle Specialist" Brevet ;-) Für Tauchgänge ohne Dresscode bevorzuge ich (wenn's ohne Eisweste geht) meine Baseballkappe aus Neopren, mit der ich mindest so fies aussehe, wie ich ganz tief in meinem Inneren bin ;-)
Es
geschah während einer langweiligen Besprechung in der Firma an meinem 38.
Geburtstag. Ich habe geistesabwesend auf meinem Block gekritzelt und dabei ist
er entstanden. Der kleine Taucher, der sich hintenüber ins Wasser fallen lässt.
Am Abend war ich mit meiner Freundin (die damals schon seit mehr als 11 Jahren
tauchte) in einem Thermalbad. Auf einem Ständer war ein Plakat, das zum
Schnuppertauchen (am folgenden tag) einlud. Wir beschlossen zum Schnuppern zu
gehen (weil ihr Schnuppertauchgang ja schon so lange her war und man so was
auffrischen muss ;-) Am nächsten Tag meldete ich mich heimlich zum Kurs an. Die
ersten Freiwassertauchgänge im eisigen Bergsee bei Schneetreiben, Null-Sicht und
fast erfroren, waren der Freibrief für den Weg ins offene Wasser.
Die Zeichnung wurde zu meinem Logo. Ich verwende es für meinen Logbuchstempel und habe es auch in gestickter Form auf meinem Tauchrucksack und der Kappe. Was aber bedeutet der Name? Das kommt von der schlechten Sicht (hinter mir) die meist herrschte, wenn man mit mir tauchen war. Ich schaffe es sogar, in einem klinisch sauberen Raum Staub auf den Socken zu sammeln. Beim Tauchen habe ich es aber in der Zwischenzeit in den Griff bekommen.
Schlussendlich habe ich eine Beschäftigung gefunden, bei der nicht permanent Sturzgefahr und Helmpflicht herrscht. Zumindest meistens ;-)
Ohne meine kleinen Helferlein bin ich nackt. Besonders ohne ein Messer. Der Räuber Hotzenplotz hat nur 7. Ich habe 1001 gute Gründe (=Ausreden) dafür, mir die diversesten Werkzeuge zu kaufen oder zu basteln. Nette Geschichten rund um einige davon findet man, wenn man den Links folgt.
Ein
weiteres Messer, das ich häufig benütze, ist mein Spyderco Endura
ClippIt. Ursprünglich zum Kappen von Leinen beim Boot fahren gekauft, hat es
mich überall dort begleitet, wo andere rosten. Es geht nichts über Bratäpfel,
die im Dampfbad gegart wurden. Zum stilvollen Essen habe ich dann das Messer
am Saunahandtuch."I've never seen a man that well equipped before" sagte Wayne Bridgman (aus New Zealand) nachdem er den Inhalt meiner Hosentaschen und meines kleinen Tagesrucksacks auf einem Tisch in der Jugendherberge von Thurso (Schottland) im Sommer 1998 ausgebreitet sah. Wer den Satz nicht versteht hat Pech. So was darf man einfach nicht übersetzen ;-)
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