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Diese Fahrt stand unter keinen guten Stern. Zwar war die Anreise bis
zur Grenze ziemlich problemlos, wenn man von einem „verlorenen" 5.-
und Retourgang in einem der Autos absieht. An der
direkten Grenze gab es auch nur die schon bekannten Schwierigkeiten mit
Ablaufdatumkontrolle, und ein Probenziehen für das Labor bei den
Lebensmitteln, Paß- und Visumkontrolle usw. Der direkte Halt an der
Grenze war also nicht allzu lange. Dann mußten wir aber, wie auch das
letzten Mal zur Zoll-Spedition, ca 4 km nach der Grenze. Und dort
begannen die wirklichen Probleme. Zuerst konnte, oder wollte unseren
Transport niemand bearbeiten. Schließlich fand sich doch jemand, der
zuerst die Papiere kontrollierte, und dann nochmals die Ladung. Dabei
wurde der Kontrollor „fündig"! Eine ca 20 Jahre oder ältere
Schneider - Nähmaschine, die für Ausbesserungsarbeiten im Heim bestimmt
war, stach unserem Kontrollor in die Augen. Wo ist dieses Gerät auf
der Ladeliste? Munter geworden überprüfte er unsere Ladung genauer und
wurde fündig. Ein Fernseher war auch bei der Lieferung dabei! Das war zu
viel, und wir mußten die ganze Ladung, 7 klein LKW voll in die
Speditionshalle abladen.
Mittlerweile war es schon nach 13 Uhr. Wir hätten zwar
weiterfahren dürfen, aber ohne Hilfsgüter, zu so später Stunde? Wir
entschieden uns dagegen und traten ziemlich frustriert die Heimreise an.
Da die Schwierigkeiten an den Grenzen und die Behördenauflagen von
Reise zu Reise größer und komplizierter wurden, wir an der Grenze und im
Speditionslager behandelt wurden wie professionelle Schmuggler ist unser
Motivation ziemlich am Nullpunkt angelangt. Es wurden unserer
Organisation, die ja ein rein privates Unternehmen ist und vollkommen aus
eigener Tasche finanziert, bzw. mit selbstgesammelten Spendengeldern
durchgeführt wurde, so unglaublich viele Prügel vor die Füße geworfen,
daß, wie es im Augenblick aussieht, es unmöglich ist, diese Aktion
weiterzuführen.
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