Leopoldinenzirkel Wien   

 

Die Geschichte unserer Verbindung

Die geschichtliche Entwicklung der K.Ö.St.V. Austro-Germania, der daraus entstandenen KMV Leopoldina Gmünd im MKV und des Leopoldinenzirkel Wien.

 
Ê Abschnitt I - DIE AUSTRO - GERMANIA
     
  Ê Kapitel  1 DIE Gründung - wie alles Begann
  Ê Kapitel  2 die ersten jahre - noch vagand
  Ê Kapitel  3 Verbindungsleben - Herr in den eigenen 4 Wänden
  Ê Kapitel  4 Schicksalstage - die Zeit von 1938 bis 1945
     
Ê Abschnitt II - DIE AUSTRIA
     
  Ê Kapitel  5 Nach Kriegsende - im Sturm der Gefühle
     
Ê Abschnitt III - DIE LEOPOLDINA in Wien
     
  Ê Kapitel  6 NEUER NAME - Entscheidung mit Folgen
  Ê Kapitel  7 Sand im Getriebe - Abschied aus Wien
     
Ê Abschnitt IV - DIE LEOPOLDINA GMÜND
     
  Ê Kapitel  8 Neubeginn in Gmünd - Höhen und Tiefen
  Ê Kapitel  9 Das Philisterseniorat - über die Jahrzehnte
  Ê Kapitel  10 der Weg in die Zukunft - eine Erfolgsgeschichte
     
Ê Abschnitt V - DER LEOPOLDINENZIRKEL WIEN
     
  Ê Kapitel 11 Der erste Versuch - Die Zeit war noch nicht reif
  Ê Kapitel 12 Die Gründung der Leopoldinenrunde - durch Beharrlichkeit zum Erfolg
  Ê Kapitel 13 Die Rechtliche Definition - die Leopoldinenrunde In der GO verankert
  Ê Kapitel 14 Die Leopoldinenrunde von 1990 bis 1994 - Entwicklungsarbeit
  Ê Kapitel 15 Die Umbenennung - vom Stammtisch zum Leopoldinenzirkel
  Ê Kapitel 16 Die Zirkelvorsitzenden - Die Zirkelführung im Spiegel der Zeit
  Ê Kapitel 17 Der Leopoldinenzirkel - über die Jahre in die Gegenwart
     


DIE AUSTRO - GERMANIA

KAPITEL 1     DIE Gründung - wie alles Begann

Am 3. Oktober des Jahres 1924 gründete der Veterinär Dr. Matthias Kottek mit seinen Bundesbrüdern Wrana, Rauscher, John und Stögermayer von der K.Ö.St.V. "Vindobona I" die K.Ö.St.V. "Austro - Germania" in Wien und gliederte sie in das Ostmärkische Kartell ein, dem "Vindobona", "Ottonia" und "Nordgau Laa" angehörten. Dieses Kartell war ein Zusammenschluss gemäß dem damals noch lebendigen großösterreichischen Gedanken, während die übrigen damals bestehenden Korporationen dem Pennäler-Verband angehörten.

Eine Verbindung war rasch gegründet, es bedurfte nur der Zahl von Proponenten, wie sie das Vereinsgesetz vorschrieb. Soll eine Korporation aber lebensfähig sein, so genügen nicht nur die Gründer, die im Wahlspruch "Gott, Ehre, Freiheit, Vaterland" ausgedrückten Ideale, der azurblaue (auch danubenblau, heute kornblumenblau genannte) Deckel, das "gold - weiß - grüne" Burschen- und das "grün - weiß - grüne" Fuchsenband, sondern es Bedarf vor allem eines Keilgebietes, einer Bude und eine Schar einsatzfreudiger Bundesbrüder. Der einsatzfreudigen Bundesbrüder ermangelte es nicht, die die junge Verbindung aufbauten. Auch der Ankauf von Wichsen stellte, dank der finanziellen Unterstützung vieler Bundesbrüder, kein Problem dar.

Zu den eifrigsten zählten der 1926 recipierte Senior, August Fröhlich v. Rüdiger und der Fuchsmajor, Eduard Hirschberger v. Dankwart (der Leibbursch von Leopold Swossil v. Dr. Hermann). Das Keilgebiet stand dabei fest: Die Schulen des 4., 5., und 6. Bezirks und die Technisch-gewerbliche Bundeslehr- und Versuchsanstalt in Wien 9. Das kam nicht von ungefähr, denn Fröhlich war Schüler der damaligen Realschule (heute Realgymnasium) im 6. Bezirk, Hirschberger studierte am TGM. Drimmel, Pariasek, Hegenbart aus der Realschule waren die ersten, die aus dem Kern dieses Keilgebietes stammten.

Leidig und ungelöst war aber die Budenfrage. Ein Raum im Pfarrhof St. Josef in Wien 5., Ramperstorffergasse 65, den der Ehrenphilister Geistl. Rat Pfarrer Josef Dittrich zur Verfügung gestellt hatte, diente einige Zeit für BC, FC und als Aufbewahrungsort für die Wichsen.


KAPITEL 2     DIE ERSTEN JAHRE - noch vagand

1930 bezog die "Austro - Germania vorübergehend Unterkunft im "Karolinum" einer Kreuzschwesternniederlassung in Wien 5., Arbeitergasse 26, und dann im Katholischen Arbeiterheim in der Kohlgasse.

Die bisherigen Quartiere waren wohl Unterkünfte, aber keine Buden im studentischen Sinn. Kneipen und Kommerse fanden etwa im biedermeierlichen Gasthaus "zur schönen Schäferin", das leider dem Bombenhagel auf Wien zum Opfer fiel, im 6. Bezirk in der Gumpendorferstraße, statt. Ebenso im 5. Bezirk im Gasthaus "Oberhummer" am Pacherplatz, im 4. Bezirk im Restaurant "Goldener Hecht" in der Waaggasse (hier wurde 1930 Bbr. Dr. Hermann recipiert), im Restaurant "Heumühle" in der Schönbrunnerstraße oder im Gasthaus "Binder" in der Große Neu-Gasse. Jedoch das Herumziehen von einer Unterkunft zur anderen für FC, BC, AHC und für Kneip- und Kommersbetrieb war, wenn auch die Bundesbrüder regen Anteil am Verbindungsleben nahmen, doch nicht befriedigend.


KAPITEL 3     Verbindungsleben - Herr in den eigenen 4 Wänden

1931 bekam die "Austro - Germania" endlich ein eigenes Heim, eine richtige Bude in Wien 5., Mittersteig 4, ein Tiefparterrelokal in Hauptmiete.

1932 konnte die Bude nach allerlei  Umbau und Adaptierungen, bei denen sich vor allem die Bundesbrüder aus dem TGM als hervorragende Installateure, Maurer, Tischler, Elektriker, ja als Innenarchitekten unter der zielstrebigen Leitung von Optikermeister Bundesbruder Eduard Hirschberger sen. erwiesen, endlich bezogen werden. Die Bude war ungefähr 50 m2 groß und bestand aus einem Vorzimmer mit WC, einem Gesellschaftszimmer und einem kleinen Konventsraum. Reges und ernstes Verbindungsleben setzte nun ein. Man war nicht mehr vagierend, sondern Herr in den eigenen vier Wänden.

Im Gesellschaftszimmer fanden neben den Monatskneipen auch Paukabende statt, in denen sich der unvergessene, den Leiden des KZs erlegene Bbr. Schöps v. Theoderich bemühte, seine Bundesbrüder in das Prim-, Sekund-, Terz- und Quartschlagen einzuführen. ( Gefochten wurde nicht gegeneinander, sondern mit dem so genannten "Stierschädel", einer Art Strohpuppe. ) Tischtennis, Schach und Kartenspiele fanden ihre Anhänger. Doch auch des Studiums wurde nicht vergessen, wofür wieder die Bude einen idealen Treffpunkt abgab. Bbr. Erwin Blachkolm v. Arnulf war zum Beispiel ein gerne ausgesuchter Pauker für Mathematik, ebenso Bbr. Carl Freylach v. Roland etwa für Französisch. So mancher Fink, den der eine oder andere aus seiner Klasse zur gemeinsamen Hausaufgabenbewältigung mitbrachte, fühlte sich hier so wohl und geborgen, dass bald das Fuchsenband seine Brust umschlang.

Kommerse wurden aus Platzgründen in den schon angeführten Lokalen, zu denen noch das nahe gelegene Restaurant "Zum Blumenstock" in der Schäffergasse im 4. Bezirk hinzukam, abgehalten.

Da bei Allgemeinen Veranstaltungen großen Wert auf den Besuch von Gästen gelegt wurde, zierte alsbald auch ein ansehnlicher Damenflor, gebildet von Schwestern einzelner Bundesbrüdern und deren Freundinnen die Verbindungsveranstaltungen, etwa die eigens für die Bundesbrüder eingerichtete Tanzkiste in der Tanzschule Schmidtschläger in der Mariahilferstraße oder bei diversen Couleurausflügen.

1934 feierte die "Austro - Germania" ihr 10. Stiftungsfest. Die Verbindung zählte zu dieser Zeit bereits 40 Aktive und eine stattliche Zahl Alter Herren. Die Bude wurde auf diesem Stiftungsfest-Kommers feierlich eingeweiht. Jahre des regen Verbindungslebens folgten.


KAPITEL 4     Schicksalstage - Die Zeit von 1938 bis 1945

1938 wurde das blühende Verbindungsleben jäh unterbrochen, als deutsche Truppen in Österreich einmarschierten. Es erwies sich, dass kein Bundesbruder während der Zeit vor dem Einmarsch illegal der NSDAP oder einer Ihrer Gliederungen angehört hat, keiner war dem Prinzip "Vaterland" untreu geworden!

Alle Verbindungen wurden aufgelöst und verboten.

In jenen turbulenten Tagen im März 1938 mussten die Bundesbrüder Swossil und Freylach in die 5. Kompanie des Infantrie-Regiments Nr. 2 in der Stiftskaserne im 6. Bezirk einrücken. Am 13. März 1938 gingen die Bundesbrüder Swossil und Freylach mit einigen anderen auf die Bude und brachten die Wichsen, Schläger u.a. Inventar, unter Lebensgefahr (drohende Verhaftung durch Nationalistische Einheiten) in Ihre Wohnungen - es war ein schmerzvoller Abschied, aber doch wieder nur vom Materiellen, denn die Ideale konnte ihnen niemand rauben.

In der Folgezeit trafen sich die Bundesbrüder fast täglich ungezwungen im Cafè Schleger im 4. Bezirk in der Rubensgasse, wohl nicht mehr plenis coloribus (also farbentragend), aber noch mehr denn je im alten Geist!

1938 - 1945 während der NS-Herrschaft, gab es keinen Verbindungsbetrieb in unserer Heimat. Viele Bundesbrüder und natürlich auch Kartellbrüder mussten zur deutschen Wehrmacht einrücken. Wie viele von ihnen im 2.Weltkrieg fielen oder umkamen, entzieht sich unserer Kenntnis. Kamen aber Bundesbrüder auf Heimaturlaub, so trafen sie sich in der Wohnung des einen oder anderen oder in einem Kaffeehaus.


DIE AUSTRIA

KAPITEL 5     Nach Kriegsende - im Sturm der Gefühle

Nach 1945 kehrten allmähliche die Bundesbrüder aus dem Krieg oder der Gefangenschaft heim. Bundesbruder Swossil fand die alte Bude nach seiner Rückkehr vermietet an eine Firma. Eine Lösung des Mietvertrages ist nicht möglich.

Auch die Wiedererweckung und vereinsrechtliche Genehmigungen der "Austro - Germania"  stößt auf unüberwindliche Schwierigkeiten. Der zuständige Beamte im Wiener Rathaus erklärte, dass der Name "Austro - Germania" (besonders wegen des Namensteiles "Germania") zu nazistisch klinge und verweigerte die Bewilligung. So wird die Verbindung zunächst als "Austria" reaktiviert. Für viele "Austro-Germanen" war dies aber ein Identitätsverlust und nicht auf Dauer haltbar.


DIE LEOPOLDINA in Wien

KAPITEL 6     NEUER NAME - Entscheidung mit Folgen

1947 berief Bundesbruder Swossil als letzter Philistersenior im Jahre 1938 einen Cumulativ Convent im Gasthaus "Lust" in der Gartengasse im 5. Bezirk ein, zu dem 25 Bundesbrüder erschienen. Nach längerer Debatte schlug Bundesbruder Dr. Heinrich Drimmel (später, in den Jahren 1954 - 1964 Bundesminister für Unterricht) vor, im Hinblick auf die Verdienste von Bundesbruder Mag. Leopold Swossil die Verbindung "LEOPOLDINA" zu nennen, nach langer Beratung und nach heftiger Gegenwehr jener Austo - Germanen, die dieser Maßnahme nichts abgewinnen konnten, wurde dieser Antrag  angenommen. Bald waren die polizeibehördlichen Formalitäten erledigt und die Verbindung unter dem neuen Namen genehmigt. 

Leider hatte dies als Folge, dass sich einige alte "Austro-Germanen" dieser Leopoldina nicht zugehörig fühlten und nur wenige von ihnen fanden erst nach Jahren wieder den Anschluss.


KAPITEL 7     Sand im Getriebe - abschied aus Wien

1948 wurde in einem Souterrainlokal in der Wimmergasse im 5. Bezirk eine neue Bude gefunden. Es war eine ehemalige Schlosserei Werkstätte mit schlechten sanitären Verhältnissen. Diese Bude musste erst bewohnbar gemacht werden. Die ersten Füchse kamen aus der Schule, an der Bundesbruder Swossil unterrichtete, und sie wurden gleich in die harte Etablierungsarbeit eingespannt. Doch in kurzer Zeit war das Werk dank der tatkräftigen Hilfe der Bundesbrüder Kainer v. Baldur und Otto Hellmich v. Annus vollendet. Aber das Aufblühen der Verbindung, wie es die Altherrenschaft erwartet hatte, blieb aus. Der Nachwuchs war zu spärlich. Auch anderen Verbindungen ging es zu dieser Zeit nicht viel besser. Um diese Zeit wurden, im Lokal Heumühle im 5. Wiener Gemeindebezirk, die letzten drei Füchse der Leopoldina in Wien recipiert. Es waren Otto Foltyn v. Argus, Ferdinand Zellermeier v. Rolli, Friedrich Ritter-Rittershain v. Styx. Es wird berichtet, dass sie sich selbst gerne als EX-Austro-Germanen bezeichneten.

Auch die verehrliche K.Ö.St.V. "Herulia" suchte zu diesem Zeitpunkt eine Bude. Da wir die unsere nicht voll auszunutzen vermochten, teilten wir die Räumlichkeiten vorerst mit "Herulia".

1950 erkannten wir aber, und das sehr schmerzlich, dass der Wiederaufbau nicht befriedigend gelungen war. Eine Sistierung wollten wir nicht, eine Auflösung schon gar nicht. Aber die Verbindung in ein hoffnungsvolleres Keilgebiet zu verlegen, das schien uns sinnvoll. Einige Bundesbrüder hatten Kontakte nach Gmünd und da in Gmünd keine Verbindung, wohl aber ein Gymnasium bestand, traten wir an unseren Bundesbrüder Dr. Franz Putz v. Gelimer, der seit einiger Zeit dort Amtstierarzt war heran um "Leopoldina" in Gmünd zu neuer Blüte zu bringen. Auf Grund seiner Zustimmung übergaben wir nun die Bude zur Gänze an "Herulia". 

Die in Wien verbleibenden "Ex-Austro-Germanen" hatten somit keinen Ort mehr für Zusammenkünfte gleich welcher Art. Abgesehen von weiteren privaten Treffen der Bundesbrüder untereinander bzw. bei Veranstaltungen befreundeter Korporationen, gab es keinerlei Aktivitäten mehr. "Damit hatte unser Verbindungsleben in Wien aufgehört", schreibt Bundesbruder Swossil in seinem Bericht. Er konnte damals nicht ahnen, dass sich 34 Jahre später, im Jahr 1984, wieder "Leopoldinen" die aus Gmünd nach Wien gesiedelt waren, zu einer Runde in Wien zusammenfinden sollten.

Ergänzend sei noch angefügt, dass das Ostmärkische Kartell, dem "Austro-Germania" seit seiner Gründung angehörte, aufgelöst wurde. Auch der Pennäler-Verband hatte keinen Bestand. An ihrer Stelle gründetet sich der Mittelschüler-Kartell-Verband (MKV), dem Leopoldina Gmünd auch heute noch angehört.


DIE LEOPOLDINA GMÜND

KAPITEL 8     Neubeginn in Gmünd - Höhen und tiefen

1951 - 1956  Die ersten Jahre in Gmünd brachten aber auch noch nicht den erhofften Aufschwung, das Schicksal schien sich zu wiederholen. Es mangelte an Couleurverständnis und an einer entsprechenden Keiltätigkeit und so führte "Leopoldina Gmünd" ein Schattendasein.

Erst am 7. April 1956 zeigte sich ein wenig Licht am Ende des Tunnels. Es gelang der Durchbruch der Stagnation durch das tatkräftige Bemühen des an die BH Gmünd versetzten Bundesbruders Gustav Vetter (ORA) und der Bundesbrüder Willibald Böhm (AGP) und Viktor Gasnarek v. Faust. Es war so zu sagen die 2. Reaktivierung.

Anfang 1957 zählte "Leopoldina Gmünd" bereits 9 Urstudierende, 11 Bandphilister und Bandinhaber, 2 Ehrenphilister und 5 Ehrenmitglieder. Wichsen und Schläger konnten wir im Pfarrhof ( neben der Schule ) aufbewahren, wo uns Ehrenmitglied und Verbindungsseelsorger Kons. Rat Prof. Johannes Weinberger Unterkunft gewährte. BCs und FCs wurde auch dort abgehalten, Kneipen und Kommerse in verschiedenen Gasthäusern der Stadt. Die Suche nach einer Bude war aber das vordringlichste Problem.

Endlich, 1961 eröffnete sich uns auch diese Möglichkeit. Im Hinterhof des Hauses Stadtplatz 19 fanden wir einen leer stehenden Schuppen, etwa 20 m2 groß, der uns für einen symbolischen Pachtschilling vermietet wurde. Und sogleich begannen die Arbeiten: Die Wände mussten neu verputzt werden, Lichtleitungen verlegt, ein Fußboden betoniert und ein WC ( im Hof ) hergerichtet werden. Dank der Hilfe unseres EM Präs. d. NÖ. Handelskammer Theodor Cerny, der uns einen Maurer zur Verfügung stellte, war es möglich, bis zum Wintereinbruch die Arbeiten zu beenden. Natürlich halfen alle Bundesbrüder nach ihren Möglichkeiten mit um Hilfsarbeiten zu verrichten und Kosten zu sparen. Eingerichtet wurde die Bude mit ausrangierten, aber noch brauchbaren Tischen und Sesseln sowie einem Kasten von der Hauptschule, und am 21. Nov. 1961 war es soweit: Die Bude konnte feierlich bezogen werden.

In den folgenden Jahren sah sich "Leopoldina Gmünd" einige Male gezwungen eine neue Bude zu suchen. Sie waren meist entweder nur befristet nutzbar, in traurigem Bauzustand oder zu beengt. Dies hatte zur Folge, dass auch das Verbindungsleben darunter litt. Da war es nicht weiter verwunderlich, dass wieder eine Art spärlich aktive Zeit folgte. Bbr. Josef Rohringer ist es als damaliger Philistersenior zu verdanken, dass die Leopoldina mit einer Art Notprogramm am Leben erhalten wurde. Er organisierte zumindest einmal jährlich Veranstaltungen mit Vorträgen und lud dazu alle, in der Region lebenden Leopoldinen ein.


KAPITEL 9     Das Philisterseniorat - über die Jahrzehnte

Eine stattliche Anzahl von Philistersenioren prägten über die Jahrzehnte das Bild unserer Leopoldina und trugen aktiv zur Entwicklung unserer Gesinnungsgemeinschaft bei.

Über die Zeit von der Gründung (1924) bis zu Jahr 1936 gibt es leider keine Aufzeichnungen mehr. Vieles ist in den Kriegswirrnissen umgekommen oder verlor sich in der ungewissen Nachkriegszeit.

Philistersenioren in der Zeit der Austro - Germania - leider unvollständig

1936 bis 1938 

Eduard Hirschberger (sen)

Erste Erwähnung eines Phil-x

1938 bis 1939

Leopold Swossil v. Dr. Hermann

Letzter Phx. vor dem Krieg

1938 - 1945 2. Weltkrieg Alle Verbindungen waren verboten.
Nachkriegszeit

1945 bis ?

Leopold Swossil v. Dr. Hermann Erster Phx. nach dem Krieg

~ 1950 - 1951

DI Franz Koch lt. Angabe Ritter Rittershain

? bis 1959

August Fröhlich v. Rüdiger

Nach 1945 provisorischer Vereinsvorstand. Wann Fröhlich gewählt wurde ist bisher nicht bekannt. Ab Mai 1930 war Bbr.Fröhlich 1. Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft katholisch-deutscher Wiener Studenten-Verbindungen (AG) (eine der Vorläuferorganisationen des MKV).

Philistersenioren der Leopoldina Gmünd

1959 bis 1965

Viktor Gasnarek v. Dr. Faust

Erster Gmünder Phil-x.

1965 bis 1969

Wolfgang Baumann v. Dr. Moritz

 

1969 bis 1975

Elmar Lanc v. Hannibal

 

1975 bis 1976

Gerhard Filler v. Nero

 

1976 bis 1976

Helmuth Schmidt v. Schwips

 

1976 bis 1982

Johann Ramharter v. Sokrates  

1982 bis 1987

Josef Rohringer v. Dr. Tschick  

1987 bis 1999

Herwig Hofbauer v. Dr. Rüdiger  

1999 bis 2001

Wolfgang Baumann v. Dr. Moritz  

2001 bis 2003

Christian Hartmann v. Ursus  

2003 bis 2006

Walter Pariasek v. Schluck  

2006 bis 2009

Georg Köck v. Maximus  

ab 2009 -

Walter Pariasek v. Schluck  


KAPITEL 10     der weg in die Zukunft - eine Erfolgsgeschichte

1984 trat eine Wende ein. Dr. Herwig Hofbauer, ein Ur-Ruge aus Waidhofen, kehrte nach dem Studium der Medizin in Wien ins Waldviertel zurück und eröffnete in Gmünd eine Zahnarztpraxis. Den MKV Statuten folgend meldete er sich bei der Leopoldina verkehrsaktiv. Schon nach kurzer Zeit war Bewegung in das Verbindungsleben gekommen. Vorträge, Gesangs-AC's, Keilveranstaltungen und vieles mehr legten eine völlig neue Basis für den Fortgang unserer Verbindung. Binnen kurzer Zeit war unsere Aktivitas auf eine stattliche Zahl gewachsen. Auch die Alt-Herrenschaft erlebte einen kräftigen Aktivitätsschub. Jetzt machte sich die beengte Budensituation erst so richtig bemerkbar und viele Veranstaltungen der Leopoldina mussten aus Platzgründen in diverse Gasthäuser verlegt werden.

1987 wurde Bbr. Rüdiger zum Philistersenior gewählt. Es sah seinen dringendsten Auftrag im Finden einer adäquaten Bude. In der Mühlgasse 11 fand man schließlich ein leer stehendes ebenerdiges Haus, dass zur Miete stand. Die Beschlüsse zum Anmieten des Objekts waren alsbald gefasst. Unter der Mithilfe von vielen bemühten Bundesbrüdern wurden nicht nur die finanziellen Mittel, sondern auch die nötigen tatkräftigen Eigenleistungen aufgebracht um aus dem schon lange leer stehenden Gebäude eine richtige Studenten-Bude zu machen. Das Kernstück unserer Bude ist ein Kneipsaal mit Bar. Neben den sanitären Einrichtungen gibt es eine Küche mit Aufenthaltsbereich und natürlich ein Chargenzimmer für das Aufbewahren von wichtigen Couleurstudentika und der Vollwichsen.

19. Nov. 1993 wurde die renovierte Bude im festlichen Rahmen des 69. Stiftungsfestes Leopoldinae feierlich eröffnet. Die Bude ist auch heute noch den Anforderungen unseres Verbindungslebens gewachsen. 2001, unter der Phx-Amtszeit von Bbr. Christian Hartmann v. Ursus, wurde noch zusätzlich eine angrenzende Garage angemietet und zu einem Aktivenzimmer mit Anschluss an den Kneipraum umgebaut.

Seither kann man mit Fug und Recht von einer Zeit der Blüte unsere Verbindung sprechen. Bis zum heutigen Tag zeigt unsere Gesinnungsgemeinschaft, mit allen Höhen und Tiefen, wie eindrucksvoll und erfolgreich eine couleurstudentische Verbindung auch zu dieser Zeit bestehen kann. Heute zählt Leopoldina, nicht zuletzt durch ihre zwei Keilstätten, das Gymnasium und die Handelsakademie in Gmünd, zu den größten und aktivsten MKV Verbindungen Niederösterreichs.


DER LEOPOLDINENZIRKEL WIEN

KAPITEL 11     Der erste Versuch - Die Zeit war noch nicht reif

Dem Umstand zufolge, dass viele Junge Leopoldinen ihr Studium in Wien absolvierten, in Folge eine Arbeitsstelle in Wien annahmen und nicht mehr dauerhaft nach Gmünd zurückkehrten förderte schon am Anfang der 60er Jahre den Gedanken einen Ortszirkel in der Großstadt Wien zu gründen. Der damalig in Wien wohnende Philister Consenior, Bbr. Viktor Gasnarek v. Sinus wurde beauftragt, zu erkunden wie die in Wien beheimateten Alten Herren sich den Kontakt zur Aktivitas im Waldviertel vorstellen.

Dazu sei vermerkt, dass der größte Teil dieser Alten Herren seine Aktivenzeit am Gründungsort der Verbindung zugebracht hatte, da die Leopoldina Gmünd  ja erst 1950 / 1951 ins Waldviertel gezogen ist.

Bbr. Viktor Gasnarek v. Sinus hat die Wiener Alten Herren zu einer Sitzung in die Gösser Bierklinik eingeladen, wo über dieses Thema gesprochen wurde. Er stellte sich damals heraus, dass das Interesse an einer fixen Einrichtung, wie es zum Beispiel eine Charge oder eben ein Zirkel sind, nicht sehr groß war. Es war die einzige und letzte Zusammenkunft in Wien für zwei Jahrzehnte. In Gesprächen tauchte die Idee zur Schaffung einer Kontakteinrichtung immer wieder auf, der Ansporn zur Weiterverfolgung fehlte aber.


KAPITEL 12     Die Gründung der Wiener Leopoldinenrunde - durch Beharrlichkeit zum Erfolg

Im Jahre 1983 wurde in Gmünd ein AHC abgehalten, auf dem Bbr. Josef Rohringer v. Dr. cer. Tschik zum Philister Senior gewählt wurde. Es kam auch zur Sprache, dass die Aktivität der Wiener sehr gering war. Bbr. Viktor Gasnarek v. Sinus machte den Vorschlag, wieder einen Schnupperabend einzuberufen und die Stimmung der Wiener zu erkunden.

Nachdem der Philister Chargen Convent mit Aussendung vom 8. November 1983 mitgeteilt hatte, dass „in nächster Zeit" eine Leopoldinenrunde in Wien gegründet werde, lag es nun an Bbr. Sinus das Projekt fortzuführen. Er berief am 25. Jänner 1984 ein erstes Treffen auf der Frankonenbude ein. Es erschienen 14 Bundesbrüder, von denen zwei ehemalige Austro-Germanen waren. Der inoffizielle Teil diente in erster Linie dem gegenseitigen Kennen lernen (einige Bundesbrüder kannten sich noch gar nicht persönlich). Die Kontrapunkte der Bundesbrüder waren die zwei "Ex - Austro - Germanen" und Bundesbrüder, die 1983 maturiert hatten. "Frankonia" hatte für sie die Budenbar geöffnet und es gefiel allen, sodass es in der Folge zu regelmäßigen Leopoldinen - Treffen in Wien kam. Es wurde beschlossen, die Runden fortzuführen, und auch ein Vorschlag Richtung Gmünd übermittelt, anlässlich des 60. Stiftungsfestes die Landesvaterkneipe an dem Wochenende zu schlagen, an dem der Festkommers stattfindet um es auch in Wien lebenden Leopoldinen möglich zu machen, aktiv am Verbindungsleben in Gmünd teilzunehmen ohne sehr oft nach Gmünd reisen zu müssen.

Am 24. September 1984 beschloss die Runde einen Antrag an den CC zu stellen, er möge die Konstituierung einer Leopoldinenrunde in Wien zur Kenntnis nehmen. Beim Treffen vom 20. Mai 1985 wurden Anträge an den AHC beschlossen, die zur weiteren Institutionalisierung der Leopoldinenrunde beitrugen. Die Leopoldinenrunde wurde mit einer eigenen Kassa ausgestattet, die als Subkassa Leopoldinae zu sehen war es wurden Kassenprüfer für diese Subkassa aus den Reihen der Wiener gewählt und es erfolgt jährlich ein Kassenbericht an den AHC.

Als im Sommer 1985 die Bude der Frankonia renoviert wurde war es nötig örtlichen Ersatz zu finden. Da viele Leopoldinen auch bei der Nordgau im ÖCV Mitglied waren, bot sich die damalige Bude in der Herrengasse als Ausweiche an und wir genossen dort bis 1986  das Gastrecht für unseren Zirkel. Als der Nordgau dann in die Kolingasse übersiedelte kehrten wir wieder zur Frankonia zurück.


KAPITEL 13     Die rechtliche Definition -  Die Leopoldinenrunde in der GO verankert

In der Folge erhielten die Bundesbrüder Norbert Müller v. Augustus und Viktor Gasnarek v. Sinus, vom CC in Gmünd den Auftrag, einen Entwurf einer neuen Leopoldinen GO zu konzipieren. In diesem Entwurf wurde zum ersten Mal  eine Leopoldinenrunde GO - mäßig vorgesehen. Ab Oktober 1987 waren wir wieder bei Nordgau zu Gast, dieses Mal schon in der Kolingasse. Ein erster Erfolg der neuen Kommunikation zwischen Gmünd und Wien war wohl der Besuch des ORF am 30. Jänner 1988, der mit einem Ausklang auf der Nordgaubude endete.

Am 25. März 1988 wurde die neue GO auf einem ECC beschlossen, in der die Leopoldinenrunde rechtlich definiert wurde.


KAPITEL 14     Die Leopoldinenrunde von 1990 bis 1994 - Entwicklungsarbeit

Am 25. Juni 1990 gab es die erste Neuwahl, es wurde Bbr. Lothar Hofmann v. Odysseus I zum neuen Vorsitzenden der Runde gewählt. Seine erste Aktion war, dass am 26. Oktober 1990 die Landesvaterkneipe in Wien geschlagen wurde. Am 18. Februar 1991 organisierte er einen Heringsschmaus auf der Frankonenbude. Bbr. Odysseus war nicht ganz ein Jahr im Amt, aber seine Aktivität war bemerkenswert. Leider rief Bbr. Odysseus die berufliche Pflicht nach dem fernen Amerika und so wurde am 27. Mai 1991 Bbr. Johann Altmann v. Theoderich die Führung der Leopoldinenrunde übertragen. Er spielte die Rolle des Kontakt- und Arbeitsbundesbruders bis zum 28. September 1992.

Neuer Vorsitzender der Leopoldinenrunde wurde Bbr. Norbert Müller v. Augustus, der auch sogleich neue Ideen zur Amtsführung einbrachte. Er hat mehrere Bundesbrüder in die Führung der Leopoldinenrunde eingebunden und so eine neue Motivation zur Aktivität der Wiener angeboten. Als Drehscheibe für sein Kabinett ist Bbr. Walter Reutterer v. Paris zu nennen, er bekleidetet das Amt des Zirkel Schriftführers.

Unter der Führung von Bbr. Augustus wurde der Versuch gestartet, den Kontakt nach Gmünd zu intensivieren. So ist es ihm gelungen, Bundesbrüder zu motivieren, den Wahl AHC und die Altherren-Kneipe am 4. Juni 1993 in Gmünd zu besuchen. Er hat es auch geschafft, Kontakte zu Austro-Germanen herzustellen, die in den 70-er-Jahren Probleme mit der Verbindung „Leopoldina Gmünd“ hatten und in Wien ihre alten Freundschaften pflegten. Es hat zwar einige  Treffen mit  Austro-Germanen im Lokal  „Resitant" in Neuwaldegg gegeben, aber leider waren die nicht nachhaltig obwohl bei diesem Versuch die Bundesbrüder, Leopold Swossil v. Dr. cer. Herrmann und Willibald Bandler v. Winfried, beide BbrBbr. waren ehemalige Austro Germanen, behilflich waren. Leider waren all diese Bemühungen nicht von Erfolg gekrönt, wir hätten doch noch einiges mehr über die Zeit der Austro-Germania erfahren können.

Am 23. Jänner 1994 wurde aus Anlass des 10-jährigen Bestehens der Leopoldinenrunde eine Jubiläumskneipe geschlagen. Die Teilnahme war hervorragend, konnten doch laut Anwesenheitsliste 35 Feiernde gezählt werden davon eine erhebliche Anzahl Gmünder.


KAPITEL 15     Die Umbenennung - vom Stammtisch zum Leopoldinenzirkel

Die Leopoldinenrunde hatte sich längst zu einer fixen Einrichtung gewandelt und hatte somit seinen "Stammtischcharakter" angelegt. Der Wunsch nach einer Umbenennung in einen regulären Ortszirkel wurde diskutiert. 1994 war dann ein Name gefunden und ein Antrag an den CC in Gmünd formuliert.  Am CC aus Anlass des Stiftungsfestes im Oktober 1994 wurde die GO geändert und die Leopoldinenrunde wurde in Leopoldinenzirkel Wien umbenannt.

Im Lauf der Zeit nahm die Beteiligung an den Wiener Treffen mehr und mehr ab. Zum Einen durch Überalterung der betagten Mitglieder und zum Anderen aus dem spärlicherem Kontakt zur Aktivitas in Gmünd. Bbr. Augustus war zu dieser Zeit der Ansicht, dass seine Amtsperiode lange genug gedauert hat und schrieb Neuwahlen aus.

Als Nachfolger von Bbr. Augustus wurde am 2. Oktober 2000 Bbr. Christian Hartmann v. Ursus, er war zu dieser Zeit auch Philister Consenior, gewählt. Vom Oktober 2001 bis Oktober 2003 war Bbr. Ursus auch Philister Senior, und das bedeutete wohl eine große zusätzliche Belastung für ihn. Für den Leopoldinenzirkel ein Vorteil, da wir Berichte aus erster Hand erhalten haben..

Bis 26. März 2001 tagte der Zirkel ausschließlich bei der Nordgau im CV, aber einige junge Bundesbrüder waren nicht zum Nordgau gegangen, sie waren der ÖCV Verbindung Amelungia beigetreten und so war es nur natürlich, dass der Zirkel auch diese ÖCV-Verbindung besucht hat. In der Folge waren wir unter anderem auch bei den Verbindungen:  Aargau (ÖCV), Thuringia (MKV) und auch wieder bei der Frankonia zu Gast. Wenn es die Situation erforderte fanden wir uns auch in verschiedenen Gaststätten ein, so zum Beispiel: im Gasthaus „Gaida, Gutes vom Land“ am Rennweg oder das Gasthaus „zum Weinberg“ in der Hildebrandgasse. So bestimmten wir zu dieser Zeit von Zirkelabend zu Zirkelabend, wo wir unser nächstes Zirkelbier trinken werden. Bbr. Ursus hat eingeführt, dass Einladungen und Informationen des Zirkels, wenn dies möglich ist, mittels E-Mail zugestellt werden, was natürlich enormen Kosteneinsparungen geführt hat. Er hat auch eine Homepage gestaltet die es uns ermöglicht, Neuigkeiten und Informationen rasch auszutauschen.

In den über 20 Jahren des Zirkelbestandes haben auch Treffen der Wiener Kartellbrüder der Waldviertler Verbindungen Lichtenfels Zwettl, Leopoldina Gmünd, Rugia Waidhofen und Waldmark Horn stattgefunden. Der Besuch dieser Veranstaltungen hat gezeigt, dass diese nicht der Hit der Saison waren und sie sind mit der Zeit eingeschlafen.


KAPITEL 16     Die Zirkelvorsitzenden - Die Zirkelführung im Spiegel der Zeit

Viktor Gasnarek v. Sinus  1984 - August 1990

Die Zeit unter seinem Vorsitz war der Gründung und dem Aufbau des Zirkels gewidmet. Er baute die Kontakte zwischen Wien und Gmünd auf um die Leopoldinenrunde zu einem festen Bestandteil des Verbindungslebens der Leopoldina zu machen.

   
Lothar Hofmann v. Odysseus I  Juni 1990 - Mai 1991

Die Amtszeit von Bbr. Odysseus I dauerte nur etwa ein Jahr. Er begann ein Studium in Amerika und musste aus diesem Grund den Zirkelvorsitz übergeben. In seiner Zeit wurden neue Kontakte nach Gmünd geknüpft und dem Zirkel damit neue Impulse gegeben.

   
Johann Altmann v. Theoderich  Mai 1991 - September 1992

Bbr. Theoderich übernahm den Vorsitz und festigte in der Folge die von Bbr. Odysseus geknüpften Kontakte.

   
Norbert Müller v. Augustus  September 1992 - September 2000

In seiner Amtszeit kam es zur Umbenennung der Leopoldinenrunde in Leopoldinenzirkel Wien. Er verbreiterte die Zirkelführung und führte programmierte Zirkelabende mit interessanten Vorträgen ein.

   
Christian Hartmann v. Ursus  Oktober 2000 -

Bbr. Ursus wurde im Jahr 2000 zum Vorsitzenden gewählt. Er begann sofort das Informationswesen zu reformieren um besonders die jungen, in Wien studierenden Leopoldinen, anzusprechen.  Über sein Wirken als derzeitiger Zirkelvorsitzender, wird man erst zukünftig befinden.

   


KAPITEL 17     Der Leopoldinenzirkel - über die Jahre in die Gegenwart

Am Samstag dem 13. März 2004 feierte der Leopoldinenzirkel Wien sein 20-jähriges Bestehen. Auf dem Programm stand ein gemeinsamer Besuch des Heeresgeschichtlichen Museums unter der Führung von Kbr. Otto Krammer v. Struwwelpeter (FRW). Anschließend wurde eine Festkneipe auf der Bude der Frankonia zu Wien geschlagen. Zahlreiche Leopoldinen aus Gmünd und viele befreundete Kartellbrüder feierten gemeinsam den 20 jährigen Bestand des Leopoldinenzirkel Wien.

Mitte 2006 wurde von einigen Bundesbrüdern angeregt, die Zirkeltreffen nicht immer an unterschiedlichen Orten stattfinden zu lassen, sondern wieder einen fixen Standort zu wählen. Dieser Vorschlag fand eine Mehrheit und durch die guten Kontakte von Bbr. Sinus zur Guelfia Wien konnten wir unsere Zirkeltreffen als Jour Fix auf der Guelfenbude im 1. Bezirk  abhalten. Im Frühjahr 2008 meldete die Aktivitas der Guelfia Eigenbedarf an und wir mussten wieder einmal auf Budensuche gehen. Ab September 2008 finden nun die Zirkel - Treffen wieder auf der Bude der Frankonia zu Wien statt. Von 1984 bis 2008 hat sich der Kreis geschlossen und der Leopoldinenzirkel Wien tagt heute wieder dort wo er 1984 noch als Leopoldinenrunde begonnen hat.

Bis in die Gegenwart hat sich der Leopoldinenzirkel als beständig gezeigt und sich als feste Einrichtung und somit als wichtiger Verbindungsbestandteil  etabliert. In der Regel findet einmal im Monat ein Treffen statt und diverse Veranstaltungen lockern innerhalb der Semester die Zirkeltreffen auf. Im Speziellen soll hier der Wiener Krambambuli, der immer erst im Jänner stattfindet und der Semesterausklang im Juni genannt werden. Den Junizirkel hält der Leopoldinenzirkel schon seit Jahren im Weinviertel, im Rahmen einer Weinkost mit Programm, ab. 

So soll der Leopoldinenzirkel Wien auch weiterhin, für alle Leopoldinen ein Stück Heimat und ein Ort der Begegnung, in der Großstadt Wien, sein.

Leopoldinae vivat, crescat, floreat

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