Historisches über unsere

KMV Leopoldina Gmünd im MKV

und den 

Leopoldinenzirkel Wien      

 

Im Oktober des Jahres 1924 gründete Dr. Matthias Kottek mit seinen Bundesbrüdern Wrana, Rauscher, John und Stögermayer von der K.Ö.St.V. "Vindobona I" die K.Ö.St.V. "Austro - Germania" in Wien.

Die erste Unterkunft ist ein Raum im Pfarrhof St. Josef in Wien 5., Rampersdorfergasse 65. Hier fanden die ersten Konvente statt und auch die Wichsen konnten aufbewahrt werden. Keilgebiet der "Austro - Germania" waren die Realschulen und Gymnasien des 4., 5. und 6. Bezirkes sowie das TGM im 9. Bezirk.

1930 bezog die "Austro - Germania vorübergehend Unterkunft im "Carolinum" bei den Kreuzschwestern in Wien 5., Arbeitergasse 26, und dann im Katholischen Arbeiterheim in der Kohlgasse. Unsere bisherigen Quartiere waren wohl Unterkünfte, aber keine Buden im studentischen Sinn. Kneipen und Kommerse wurden in verschiedenen Gasthäusern und Restaurants des 4. und 5. Bezirkes geschlagen.

1931 bekam die "Austro - Germania" endlich ein eigenes Heim, eine richtige Bude in Wien 5., Mittersteig 4, ein Tiefparterrelokal in Hauptmiete.

1932, konnte die Bude nach allerlei  Umbau und Adaptierungen, bei denen sich vor allem die Bundesbrüder aus dem TGM als hervorragende Installateure, Maurer, Tischler, Elektriker, ja als Innenarchitekten unter der zielstrebigen Leitung von Bundesbruder Eduard Hirschberger sen. erwiesen, endlich bezogen werden. Die Bude war ungefähr 50 m2 groß und bestand aus einem Vorzimmer mit WC, einem Gesellschaftszimmer und einem kleinen Konventsraum. Reges und ernstes Verbindungsleben setzte nun ein. Man war nicht mehr vagierend, sondern Herr in den eigenen vier Wänden.

Im Gesellschaftszimmer fanden neben den Monatskneipen auch Paukabende statt, in denen sich der unvergessene, den Leiden des KZs erlegene Bbr. Schöps v. Theoderich bemühte, seine Bundesbrüder in das Prim-, Sekund-, Terz- und Quartschlagen einzuführen. ( Gefochten wurde nicht gegeneinander, sondern mit dem sogenannten "Stierschädel", einer Art Strohpuppe. ) Tischtennis, Schach und Kartenspiele fanden ihre Anhänger. Doch auch des Studiums wurde nicht vergessen, wofür wieder die Bude einen idealen Treffpunkt abgab. So mancher Fink, den der eine oder andere aus seiner Klasse zur gemeinsamen Hausaufgabenbewältigung mitbrachte, fühlte sich hier so wohl und geborgen, dass bald das Fuchsenband seine Brust umschlang.

Bald zierte auch ein ansehnlicher Damenflor, gebildet von Schwestern einzelner Bundesbrüdern und deren Freundinnen die Verbindungsveranstaltungen, etwa die eigens für die Bundesbrüder eingerichtete Tanzkiste in der Tanzschule Schmidtschläger in der Mariahilferstraße oder bei diversen Couleurausflügen.

1934, Bei ihrem 10. Stiftungsfest  zählte die "Austro - Germania" 40 Aktive und eine stattliche Zahl Alter Herren. Die Bude wurde feierlich eingeweiht.

1938 wurde das blühende Verbindungsleben jäh unterbrochen, als deutsche Truppen in Österreich einmarschierten. Es erwies sich, dass kein Bundesbruder während der Zeit vor dem Einmarsch illegal der NSDAP oder einer Ihrer Gliederungen angehört hat, keiner war dem Prinzip "Vaterland" untreu geworden!

Alle Verbindungen wurden aufgelöst und verboten.

Am 13. März 1938 gingen die Bundesbrüder Swossil und Frylach mit einigen anderen auf die Bude und brachten die Wichsen, Schläger u.a. Inventar, unter Lebensgefahr (drohende Verhaftung durch Nationalistische Einheiten) in Ihre Wohnungen - es war ein schmerzvoller Abschied, aber doch wieder nur vom Materiellen, denn die Ideale konnte ihnen niemand rauben.

In der Folgezeit trafen sich die Bundesbrüder fast täglich ungezwungen im Cafè Schleger im 4. Bezirk in der Rubensgasse, wohl nicht mehr plenis coloribus (also farbentragend), aber noch mehr denn je im alten Geist!

1938 - 1945, während der NS-Herrschaft, gab es keinen Verbindungsbetrieb in unserer Heimat. Viele Bundesbrüder und natürlich auch Kartellbrüder mussten zur deutschen Wehrmacht einrücken. Wie viele von ihnen im 2.Weltkrieg fielen oder umkamen, entzieht sich unserer Kenntnis. Kamen aber Bundesbrüder auf Heimaturlaub, so trafen sie sich in der Wohnung des einen oder anderen oder in einem Kaffeehaus.

Nach 1945 - allmähliche Heimkehr aus dem Krieg oder Gefangenschaft. Bundesbruder Swossil findet die alte Bude vermietet an eine Firma, eine Lösung des Mietvertrages ist nicht möglich.

Auch die Wiedererweckung und vereinsrechtliche Genehmigungen der "Austro - Germania"  stößt auf unüberwindliche Schwierigkeiten. Der zuständige Beamte im Wiener Rathaus erklärte, dass der Name "Austro - Germania" (besonders wegen des Namensteiles "Germania") zu nazistisch klinge und verweigerte die Bewilligung.

1947 berief Bundesbruder Swossil als letzter Philistersenior im Jahre 1938 einen Cumulativ Convent ein, zu dem 25 Bundesbrüder erschienen. Nach längerer Debatte schlug Bundesbruder Dr. Heinrich Drimmel (später, in den Jahren 1954 - 1964 Bundesminister für Unterricht) vor, im Hinblick auf die Verdienste von Bundesbruder Mag. Leopold Swossil die Verbindung "LEOPOLDINA" zu nennen, nach langer Beratung und nach heftiger Gegenwehr jener Austo - Germanen, die dieser Maßnahme nichts abgewinnen konnten, wurde dieser Antrag  angenommen. Leider hatte dies als Folge, dass sich einige alte Austro Germanen dieser Leopoldina nicht zugehörig fühlten und nur wenige von ihnen fanden nach Jahren wieder den Anschluss. Bald waren die polizeibehördlichen Formalitäten erledigt und die Verbindung unter dem neuen Namen genehmigt. 

1948 wurde in einem Souterrainlokal in der Wimmergasse im 5. Bezirk eine neue Bude gefunden. Es war eine ehemalige Schlosserei Werkstätte mit schlechten sanitären Verhältnissen. Diese Bude musste erst bewohnbar gemacht werden. Die ersten Füchse kamen aus der Schule, an der Bundesbruder Swossil unterrichtete, und sie wurden gleich in die harte Etablierungsarbeit eingespannt. Doch in kurzer Zeit war das Werk dank der tatkräftigen Hilfe der Bundesbrüder Kainer und Hellmich vollendet. Aber das Aufblühen der Verbindung, wie es die Altherrenschaft erwartet hatte, blieb aus. Der Nachwuchs war zu spärlich. Auch anderen Verbindungen ging es zu dieser Zeit nicht viel besser.

Auch die verehrliche K.Ö.St.V. "Herulia" suchte zu diesem Zeitpunkt eine Bude. Da wir die unsere nicht voll auszunutzen vermochten, teilten wir die Räumlichkeiten vorerst mit "Herulia".

1950 erkannten wir aber, und das sehr schmerzlich, dass der Wiederaufbau nicht befriedigend gelungen war. Eine Sistierung wollten wir nicht, eine Auflösung schon gar nicht. Aber die Verbindung in ein hoffnungsvollers Keilgebiet zu verlegen, das schien uns sinnvoll. Da in Gmünd keine Verbindung, wohl aber ein Gymnasium bestand, traten wir an unseren Bundesbrüder Dr. Franz Putz v. Gelimer, der seit einiger Zeit dort Amtstierarzt war heran um "Leopoldina" in Gmünd zu neuer Blüte zu bringen. Auf Grund seiner Zustimmung übergaben wir nun die Bude zur Gänze an "Herulia". 

"Damit hatte unser Verbindungsleben in Wien aufgehört", schreibt Bundesbruder Swossil in seinem Bericht. (Er konnte damals nicht ahnen, dass sich 34 Jahre später, im Jahr 1984, wieder "Leopoldinen" die aus Gmünd nach Wien gesiedelt waren, zu einer Runde in Wien zusammenfinden sollten.)

1951 - 1956, die ersten Jahre in Gmünd brachten aber auch noch nicht den erhofften Aufschwung, das Schicksal schien sich zu wiederholen. Es mangelte an Couleurverständnis und an einer entsprechenden Keiltätigkeit und so führte "Leopoldina Gmünd" ein Schattendasein.

Erst am 7. April 1956 trat eine Wende ein. Es gelang der Durchbruch der Stagnation durch das tatkräftige Bemühen des an die BH Gmünd versetzten Bundesbruders Gustav Vetter (ORA) und der Bundesbrüder Willibald Böhm (AGP) und Viktor Gasnarek v. Faust. Es war so zu sagen die 2. Reaktivierung.

Anfang 1957 zählte "Leopoldina Gmünd" bereits 9 Urstudierende, 11 Bandphilister und Bandinhaber, 2 Ehrenphilister und 5 Ehrenmitglieder. Wichsen und Schläger konnten wir im Pfarrhof ( neben der Schule ) aufbewahren, wo uns Ehrenmitglied und Verbindungsseelsorger Kons. Rat Prof. Johannes Weinberger Unterkunft gewährte. BCs und FCs wurde auch dort abgehalten, Kneipen und Kommerse in verschiedenen Gasthäusern der Stadt. Die Suche nach einer Bude war aber das vordringlichste Problem.

Endlich, 1961 eröffnete sich uns auch diese Möglichkeit. Im Hinterhof des Hauses Stadtplatz 19 fanden wir einen leerstehenden Schuppen, etwa 20 m2 groß, der uns für einen symbolischen Pachtschilling vermietet wurde. Und sogleich begannen die Arbeiten: Die Wände mussten neu verputzt werden, Lichtleitungen verlegt, ein Fußboden betoniert und ein WC ( im Hof ) hergerichtet werden. Dank der Hilfe unseres EM Präs. d. NÖ. Handelskammer Theodor Cerny, der uns einen Maurer zur Verfügung stellte, war es möglich, bis zum Wintereinbruch die Arbeiten zu beenden. Natürlich halfen alle Bundesbrüder nach ihren Möglichkeiten mit um Hilfsarbeiten zu verrichten und Kosten zu sparen. Eingerichtet wurde die Bude mit ausrangierten, aber noch brauchbaren Tischen und Sesseln sowie einem Kasten von der Hauptschule, und am 21. Nov. 1961 war es soweit: Die Bude konnte feierlich bezogen werden.

In den folgenden Jahren sah sich "Leopoldina Gmünd" einige Male gezwungen sich eine neue Bude zu suchen.

Und dennoch gedieh unsere Verbindung und blühte auf und zeigt bis zum heutigen Tag, mit allen Höhen und Tiefen, wie eindrucksvoll und erfolgreich eine couleurstudentische Verbindung auch zu dieser Zeit bestehen kann.

Text wurde teilweise aus der Festschrift "Leopoldina 90" - 70 Jahr Leopoldina / 70 Jahre Zeitgeschichte entnommen.

 

 

Der Großteil unserer Aktivitas studierte in Wien oder wanderte beruflich dorthin, nur wenige kehrten in die Waldviertler Heimat zurück. Die Folge ist ein ständiger Abgang (zumeist nach Wien) von Couleurträgern aus der Stadt Gmünd und deren Umgebung. Und so ergab sich die Entstehung einer Leopoldinen - Runde in Wien.

Der Wiener Leopoldinenzirkel ist nun seit 20 Jahren aktiv in Betrieb. Er hat zum Ziel, ein Bindeglied zwischen dem aktiven Betrieb in Gmünd (er beinhaltet den Betrieb der Aktivitas und Alten Herren) und den in Wien und Umgebung ansässigen Leopoldinen zu sein. Die Idee, ein Bindeglied zwischen Gmünd, dem Ort des aktiven Betriebes, und Wien, dem Gründungsort und tatsächlichen Sitz der meisten Urphilister, gab es schon in den frühen 60-er-Jahren. Der damalig in Wien wohnende Philister Consenior, Bbr. Viktor Gasnarek v. Sinus wurde beauftragt zu erkunden wie die in Wien beheimateten Alten Herren sich den Kontakt zur Aktivitas im Waldviertel vorstellen.

Dazu sei vermerkt, dass der größte Teil dieser Alten Herren seine Aktivenzeit am Gründungsort der Verbindung zugebracht hatte, da Leopoldina ja erst 1950 / 1951 ins Waldviertel gezogen ist.

Bbr. Sinus hat die Wiener Alten Herren zu einer Sitzung in die Gösser Bierklinik eingeladen, wo über dieses Thema gesprochen wurde. Er stellte sich damals heraus, dass das Interesse an einer fixen Einrichtung, wie es zum Beispiel eine Charge oder eben ein Zirkel sind, nicht sehr groß war. Es war die einzige und letzte Zusammenkunft in Wien für zwei Jahrzehnte. In Gesprächen tauchte die Idee zur Schaffung einer Kontakteinrichtung immer wieder auf, der Ansporn zur Weiterverfolgung fehlte aber.

Im Jahre 1983 wurde in Gmünd ein AHC abgehalten, auf dem Bbr. Josef Rohringer v. Dr. cer. Tschik zum Philister Senior gewählt wurde. Es kam auch zur Sprache, dass die Aktivität der Wiener sehr gering war. Bbr. Viktor Gasnarek v. Sinus machte den Vorschlag, wieder einen Schnupperabend einzuberufen und die Stimmung der Wiener zu erkunden.

Nachdem der Philister Chargen Convent mit Aussendung vom 8. November 1983 mitgeteilt hatte, dass „in nächster Zeit" eine Leopoldinenrunde in Wien gegründet werde, lag es nun an Bbr. Sinus das Projekt fortzuführen. Er berief am 25. Jänner 1984 ein erstes Treffen auf der Frankonenbude ein. Es erschienen 14 Bundesbrüder, von denen zwei ehemalige Austro-Germanen waren. Der inoffizielle Teil diente in erster Linie dem gegenseitigen Kennen lernen (einige Bundesbrüder kannten sich noch gar nicht persönlich). Die Kontrapunkte der Bundesbrüder waren die zwei "Austro - Germanen" und Bundesbrüder, die 1983 maturiert hatten. "Frankonia" hatte für sie die Budenbar geöffnet und es gefiel allen, sodass es in der Folge zu regelmäßigen Leopoldinen - Treffen in Wien kam. Es wurde beschlossen, die Runden fortzuführen, und auch ein Vorschlag Richtung Gmünd übermittelt, anlässlich des 60. Stiftungsfestes die Landesvaterkneipe an dem Wochenende zu schlagen, an dem der Festkommers stattfindet um es auch in Wien lebenden Leopoldinen möglich zu machen, aktiv am Verbindungsleben in Gmünd teilzunehmen ohne sehr oft nach Gmünd reisen zu müssen. Am 24. September 1984 beschloss die Runde einen Antrag an den CC zu stellen, er möge die Konstituierung einer Leopoldinenrunde in Wien zur Kenntnis nehmen. Beim Treffen vom 20. Mai 1985 wurden Anträge an den AHC beschlossen, die zur weiteren Institutionalisierung der Leopoldinenrunde beitrugen. Die Leopoldinenrunde wurde mit einer eigenen Kassa ausgestattet, die als Subkassa Leopoldinae zu sehen war es wurden Kassenprüfer für diese Subkassa aus den Reihen der Wiener gewählt und es erfolgt jährlich ein Kassenbericht an den AHC.

Als im Sommer 1985 die Bude der Frankonia renoviert wurde war es nötig örtlichen Ersatz zu finden. Da viele Leopoldinen auch bei der Nordgau im ÖCV Mitglied waren, bot sich die damalige Bude in der Herrengasse als Ausweiche an und wir genossen dort bis 1986  das Gastrecht für unseren Zirkel. Als der Nordgau dann in die Kolingasse übersiedelte kehrten wir wieder zur Frankonia zurück.

In der Folge erhielten die Bundesbrüder Norbert Müller v. Augustus und Viktor Gasnarek v. Sinus, vom CC in Gmünd den Auftrag, einen Entwurf einer neuen Leopoldinen GO zu konzipieren. In diesem Entwurf wurde zum ersten Mal  eine Leopoldinenrunde GO - mäßig vorgesehen. Ab Oktober 1987 waren wir wieder bei Nordgau zu Gast, dieses Mal schon in der Kolingasse. Ein erster Erfolg der neuen Kommunikation zwischen Gmünd und Wien war wohl der Besuch des ORF am 30. Jänner 1988, der mit einem Ausklang auf der Nordgaubude endete.

Am 25. März 1988 wurde die neue GO auf einem ECC beschlossen, in der die Leopoldinenrunde rechtlich definiert wurde.

Am 25. Juni 1990 gab es die erste Neuwahl, es wurde Bbr. Lothar Hofmann v. Odysseus I zum neuen Vorsitzenden der Runde gewählt. Seine erste Aktion war, dass am 26. Oktober 1990 die Landesvaterkneipe in Wien geschlagen wurde. Am 18. Februar 1991 organisierte er einen Heringsschmaus auf der Frankonenbude. Bbr. Odysseus war nicht ganz ein Jahr im Amt, aber seine Aktivität war bemerkenswert. Leider rief Bbr. Odysseus die berufliche Pflicht nach dem fernen Amerika und so wurde am 27. Mai 1991 Bbr. Johann Altmann v. Theoderich die Führung der Leopoldinenrunde übertragen. Er spielte die Rolle des Kontakt- und Arbeitsbundesbruders bis zum 28. September 1992.

Neuer Vorsitzender der Leopoldinenrunde wurde Bbr. Norbert Müller v. Augustus, der auch sogleich neue Ideen  zur Amtsführung einbrachte. Er hat mehrere Bundesbrüder in die Führung der Leopoldinenrunde eingebunden und so eine neue Motivation zur Aktivität der Wiener angeboten. Als Drehscheibe für sein Kabinett ist Bbr. Walter Reutterer v. Paris zu nennen, er bekleidetet das Amt des Zirkel Schriftführers.

 Unter der Führung von Bbr. Augustus wurde der Versuch gestartet, den Kontakt nach Gmünd zu intensivieren. So ist es ihm gelungen, Bundesbrüder zu motivieren, den Wahl AHC und die Altherren-Kneipe am 4. Juni 1993 in Gmünd zu besuchen. Er hat es auch geschafft, Kontakte zu Austro-Germanen herzustellen, die in den 70-er-Jahren Probleme mit der Verbindung „Leopoldina Gmünd“ hatten und in Wien ihre alten Freundschaften pflegten. Es hat zwar einige  Treffen mit  Austro-Germanen im Lokal  „Resitant" in Neuwaldegg gegeben, aber leider waren die nicht nachhaltig obwohl bei diesem Versuch die Bundesbrüder, Leopold Swossil v. Dr. cer. Herrmann und Willibald Bandler v. Winfried, beide BbrBbr. waren ehemalige Austro Germanen,  behilflich waren. Leider waren all diese Bemühungen nicht von Erfolg gekrönt, wir hätten doch noch einiges mehr über die Austro-Germanen-Zeit erfahren können. Am 23. Jänner 1994 wurde aus Anlass des 10-jährigen Bestehens der Leopoldinenrunde eine Jubiläumskneipe geschlagen. Die Teilnahme war hervorragend, konnten doch laut Anwesenheitsliste 35 Feiernde gezählt werden davon eine erhebliche Anzahl Gmünder. Am CC aus Anlass des Stiftungsfestes im Oktober 1994 wurde die GO geändert und die Leopoldinenrunde wurde in Leopoldinenzirkel Wien umbenannt. Das Jahr 1996 wurde mit einer Neuerung begonnen.

Als Nachfolger von Bbr. Augustus wurde am 2. Oktober 2000 Bbr. Christian Hartmann v. Ursus, er war zu dieser Zeit auch Philister Consenior, gewählt. Vom Oktober 2001 bis Oktober 2003 war Bbr. Ursus auch Philister Senior, und das bedeutete wohl eine große zusätzliche Belastung für ihn. Für den Leopoldinenzirkel ein Vorteil, da wir Berichte aus erster Hand erhalten haben..

Bis 26. März 2001 haben wir ausschließlich bei Nordgau getagt, aber einige junge Bundesbrüder waren nicht zum Nordgau gegangen, sie waren der ÖCV Verbindung Amelungia beigetreten und so war es nur natürlich, dass der Zirkel auch diese ÖCV-Verbindung besucht hat. In der Folge waren wir unter anderem auch bei den Verbindungen:  Aargau (ÖCV), Thuringia (MKV) und auch wieder bei der Frankonia zu Gast. Wenn es die Situation erfordert finden wir uns auch in Gaststätten ein, so zum Beispiel: im Gasthaus „Gaida, Gutes vom Land“ am Rennweg oder das Gasthaus „zum Weinberg“ in der Hildebrandgasse. So bestimmen wir von Zirkelabend zu Zirkelabend, wo wir unser nächstes Zirkelbier trinken werden. Bbr. Ursus hat eingeführt, dass Einladungen und Informationen des Zirkels, wenn dies möglich ist, mittels e-mail zugestellt werden, was natürlich enorm Kosten spart. Er hat auch eine Homepage gestaltet die es uns ermöglicht, Neuigkeiten und Informationen rasch auszutauschen.

In den 20 Jahren des Zirkelbestandes haben auch Treffen der Wiener Kartellbrüder der waldviertler Verbindungen Lichtenfels Zwettl, Leopoldina Gmünd, Rugia Waidhofen und Waldmark Horn stattgefunden. Der Besuch dieser Veranstaltungen hat gezeigt, dass diese nicht der Hit der Saison waren und sie sind mit der Zeit eingeschlafen.

Zusammenfassend sei festgestellt: Die ersten sechs Jahre unter Vorsitz von Bbr. Viktor Gasnarek v. Sinus   waren dem Aufbau des Zirkels gewidmet. Das Jahr von Bbr. Lothar Hofmann v. Odysseus I hat die Kontakte nach Gmünd verstärkt und dem Zirkel neue Impulse gegeben. Die Zeit von Bbr. Johann Altmann v. Theoderich festigte diese Kontakte. Bbr. Norbert Müller v. Augustus brachte es zuwege, dass mehrere Bundesbrüder am Zirkelgeschehen mitgearbeitet haben und Einrichtung von programmierten Zirkelabenden mit interessanten Vorträgen war erfolgreich. Über das Wirken von Bbr. Christian Hartmann v. Ursus, als derzeitiger Zirkelvorsitzender, wird man erst zukünftig befinden.

Am Samstag dem 13. März 2004 feierte der Leopoldinenzirkel Wien sein 20-jähriges Bestehen. Bestandteil war ein gemeinsamen Besuch des Heeresgeschichtlichen Museums unter der Führung von Kbr. Otto Krammer v. Struwwelpeter (FRW) und anschließender eine Festkneipe die bei der Frankonia Wien, unter Beisein von zahlreichen Leopoldinen aus Gmünd,  geschlagen wurde.

Bis in die Gegenwart hat sich der Leopoldinenzirkel Wien  beständig gezeigt und sich als feste Einrichtung etabliert. In der Regel findet einmal im Monat ein Treffen statt und diverse Veranstaltungen lockern innerhalb der Semester unsere Zirkel - Treffen auf.

So soll der Leopoldinenzirkel Wien auch weiterhin, für alle Leopoldinen, ein Stück Heimat in der Großstadt Wien  sein.

Text wurde teilweise der Festrede zur 20 Jahrfeier des Leopoldinenzirkel Wien, gehalten von Bbr. Viktor Gasnarek v. Sinus, entnommen und adaptiert.

 

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