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  DO | 15.03.2007
 
   
Akito und Helmut Kaltenegger (Bild: ÖRHB)
Villach
      Rettungshund findet Verunglückten
Ein Rettungshund ist Samstagfrüh beim Gassigehen für einen verunglückten Villacher zufällig zum Retter in der Not geworden. "Akito" fand in den Villacher Draubermen im Gebüsch den unterkühlten, bewusstlosen Mann.
       
       
Herrchen und Hund kürzlich bei einer Übung.
      Bewusstlos und unterkühlt
Der Villacher, der in der Nacht auf Samstag am Nachhauseweg von der Draubrücke in der Ossiacher Zeile gestürzt war, lag hilflos im Dickicht der Brückenböschung.

"Akito" witterte den Verunglückten und informierte durch lautes Bellen sein Herrchen. Helmut Kaltenegger, Rettungshundeführer der Österreichischen Rettungshundebrigade Kärnten, ging sofort nachschauen und fand den bewusstlosen, verletzten Mann.

Der leicht unterkühlte, aber nach der Erstversorgung wieder ansprechbare Mann wurde vom Roten Kreuz in das LKH Villach eingeliefert.
       
       
        Ausnahmesituation für Herrl und Hund
Hundeführer Kaltenegger: "Ich gehe jeden Tag in der Früh zwei Stunden mit meinem Hund spazieren und heute war es eine Ausnahmesituation. Auf einmal ist der Hund ausgerissen und ins Gedachs hinein, hat zu bellen angefangen. Ich bin nachschauen gegangen, was los ist, weil er in der Rettungshundausbildung ist. Ich habe dann den Verunfallten gesehen, er hat aus der Nase geblutet, war verkrustet und nicht ansprechbar. Der Hund ist die ganze Zeit bei ihm geblieben und hat nur gebellt. Ich habe geschaut, ob er noch einen Puls hat und habe dann die Retung verständigt."

Der Mann ist auf dem Weg der Besserung.
       
        Anspruchsvolle Ausbildung
Die Österreichische Rettungshundebrigade wurde 1966 mit dem Ziel gegründet, Hunde und Hundeführer speziell für die Vermissten- und Verschüttetensuche auszubilden, sagte Horst Tuppinger, Landeseinsatzleiter der Österreichischen Rettungshunde-Brigade gegenüber kaernten.ORF.at

Die Ausbildung sei zwar kostenlos, erfordere von den Helfern, den Hundeführern und den Hunden aber einen enormen Zeitaufwand.

Erst nach Bestehen der Prüfungen nach internationaler Prüfungsordnung wird die Einsatzfähigkeit erlangt. Zusätzlich ist für Hundeführer und Helfer ein 16-stündiger Erste-Hilfe-Kurs vorgeschrieben. Damit der hohe Standard auch gehalten werden kann, sind die Prüfungen jährlich zu wiederholen, der Erste-Hilfe-Kurs alle vier Jahre.

Der Einsatz ist kostenlos, die Notrufnummer lautet 01/28898.
       
       
       
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Stand: 24. Januar 2007